Im Laufe der Geschichte von Religionen gehen auch Feste sozusagen verloren.
Dafür gibt es verschiedene Gründe:
Die Eroberung durch Völker anderen Glaubens kann durch Verbot der Religionsausübung dazu führen, dass die Zeremonien und Rituale im Laufe der Zeit aus dem Bewusstsein der Menschen verschwinden.
Genozid, also die Vernichtung eines Volkes, kann dazu führen dazu, dass es niemanden mehr gibt, der diese Feste feiern könnte. In diesem Zusammenhang sei besonders auf die Rolle der religiösen Spezialisten hingewiesen. Religiöse Spezialisten sind zum Beispiel Priester, Zauberer, Schamanen, Gottkönige oder auch Führer eines Volkes, die ebenso die weltlichen und politischen Interessen eines Volkes vertreten wie die religiösen Belange. Als Beispiel sei hier der Dalai Lama genannt, der sowohl das religiöse als auch das politische Oberhaupt der Tibeter ist.
Viele Feste gingen so im Laufe der Geschichte verloren. Andere wieder wurden umgeformt und man kann ihren Ursprung nur noch an Details erkennen.
Einige dieser Feste und Zeremonien werden wiederbelebt. So feiern Neuheiden heute wieder vorchristliche Feste, wie zum Beispiel Lammas. Bei dieser Neubelebung entstehen jedoch auch Probleme. So ist nicht gesagt, dass die Form dieses Feierns der Form entspricht, in der es früher gefeiert wurde, zum Beispiel weil genaue oder besser zuverlässige Quellen darüber fehlen.
Beispiele für erloschene Feste sind nicht nur die Feste der griechischen und römischen Antike, sondern auch die Feste der vorchristlichen, vorislamischen oder auch vorbuddhistischen Religionen auf der ganzen Welt. Zu den erloschenen Festen gehören zum Beispiel die Mysterienkulte der Antike.
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